Fast 2.000 neue Stromer im Dezember?

Es wäre ein neuer Rekord. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) veröffentlichte heute Zulassungszahlen für 2015. Demnach gelangten im vergangenen Jahr insgesamt 12.363 reine Elektroautos neu auf die Straße. Bis Ende Ende November waren es laut den Zahlen der Behörde 10.443. Unterm Strich entspricht dies einem Zuwachs im Dezember von 1.920 E-Fahrzeugen – soviel wie noch nie in einem einzelnen Monat.

Auch im Jahresvergleich zeigt sich ein Zuwachs. 2014 wurden insgesamt 8.500 reine Batteriewagen neu zugelassen. Die Zahl der 2015 neu zugelassenen Hybridautos gab das KBA mit 33.630 an. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es etwas mehr als 27.000.

Förderprogramm geplant

Euphorie ist allerdings verfrüht. Der Marktanteil alternativer Antriebe, also E-Autos, Hybride und solche mit Erd- oder Flüssiggasantrieb liegt immer noch bei bescheidenen 1,7 Prozent. Insgesamt liegt die Zahl der Fahrzeuge mit reinem E-Antrieb auf deutschen Straßen nun bei 31.000. Weil dies nach wie vor weit hinter den von der Bundesregierung einst proklamierten Zielen für die Elektromobilität liegt, soll nun offenbar ein Förderprogramm für mehr Lust aufs Stromern sorgen.

 

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Monatsrekord bei Elektroautos – Folge von Dieselgate?

Nach den Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes wurden im Oktober 1.686 Elektroautos in Deutschland neu zugelassen – soviel wie noch nie in einem Monat. Gegenüber September entsprach dies einer Steigerung von 100 Prozent.

Insgesamt sind damit nun rund 28.300 reine Elektroautos in Deutschland angemeldet. Einen noch deutlicheren Zuwachs erlebten im Oktober die Plug-In-Hybride, deren Zulassungszahlen um 150 Prozent nach oben gingen.

Trotz dieser Zahlen: Der Anteil von alternativen Antrieben an den gesamten Zulassungen liegt immer noch bei unter einem Prozent. Tägliche neue Meldungen in Sachen VW-Abgasskandal, nun sind offenbar auch Benzinmotoren betroffen, könnten das Interesse an Elektroautos jedoch nach oben treiben. Zumal in dieser Woche etwa Nissan ankündigte, sein E-Modell Leaf ab 2018 mit einer Reichweite von 500 Kilometern anzubieten und damit attraktiver zu machen.

Halbjahresbilanz bei E-Autos

Laut aktuellen Zahlen der Kraftfahrtbundesamtes gelangten seit Jahresbeginn 4663 Elekroautos neu auf die Straße. Die Zahl der neu zugelassenen Plug-in-Hybride stieg um rund 5000 Fahrzeuge.

Spanend ist dabei die Frage, wie diese Zahlen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 aussehen. Gab es eine Steigerung? Nun, der Durchbruch ist noch in weiter Ferne: von Januar bis Juni 2014 zählte das Kraftfahrtbundesamt 4188 neue Eletroautos. Der Zuwachs fiel gemessen an den ambitionierten Zielen mit rund 500 Autos mehr also nur moderat aus.

Weniger neue E-Autos im Mai – Regierung will mehr fördern

Zufall oder nicht? Parallel zur Veröffentlichung der Zulassungszahlen für den Mai kündigt die Bundesregierung an, mehr für Elektromobilität zu tun.

Das ist wohl auch nötig, denn nur 574 neu zugelassene Elektroautos im Mai bedeuten einen deutlichen Einbruch, sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Mai 2014.

Langsam ins Rollen kommen dagegen Plug-In-Hybride, die mit 1.054 Neuzulassungen ein deutliches Plus von 97 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneteten. Grund dürfte das gestiegene Modellangebot sein. Ein Teil der Käufer könnte deswegen eher auf einen Plug-In statt auf einen rein Batteriebetrieben Wagen zurückgreifen. Bei den Hybriden lag die Zahl der neu zugelassenen Wagen bei knapp 3.000 und damit leicht über dem Vergleichswert.

Regierung will Milliarden investieren

Wie das Handelsblatt meldet, will die Bundesregierung den lahmenden Absatz von E-Autos mit einem milliardenschweren Förderprogramm ankurbeln. Gewerbliche Nutzer sollen im ersten Jahr die Möglichkeit einer Sonderabschreibung von 50 Prozent erhalten. Mehr Geld soll es zudem für Forschung sowie für die Ladeinfrastruktur geben. Auch beim Thema Wasserstoffautos will sich die Bundesregierung offenbar weiter engagieren. Bis 2020 sollen insgesamt weitere drei Milliarden Euro fließen

Preisbrecher Batterie

Ob das Geld viel bewirkt bleibt fraglich. Das größte Hemniss für die Elektromobilität sind nach wie vor die Kosten für die Antriebsbatterien. Doch hier zeichnet sich nach einer aktuellen Analyse, die das Magazin nature veröffentlicht hat, eine Trendwende ab. Demnach fallen die Preise schneller als erwartet und könnten in knapp zehn Jahren bei 150 US-Dollar pro Kilowattstunde liegen. Dieser Preis gilt als Schallmauer, ab dem Elektroautos mit herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen preislich gleichauf sind.