BMW und Tesla führen bei E-Autos

Der BMWi 3 kommt nach aktuellen Zahlen des Kraftfahrbundesamtes(KBA) auf einen Markanteil bei Elektroautis von knapp 20 Prozent. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 12.636 neue Elektroautos zugelassen, bei 2271 davon handelte es sich um einen i3. Tesla konnte in Deutschland 1582 Exemplare seines Model S absetzen. Der Nissan Leaf kam auf 948 Neuzulassungen.

Da die KBA-Statistik bei den Fahrzeugen keine Einzelausweisung nach Motorisierung macht, läßt sich nicht feststellen, wie viele reine elektrische Smart, Golf oder Up zugelassen wurden. Diese Fahrzeuge werden auch mit herkömmlichen Antrieben angeboten. Es existiert nur die Gesamtzahl der Zulassungen für das jeweilige Modell.

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Tesla spurtet mit Bahnstrom

Eigene Batteriefabrik, Neue Modelle, Schnellladenetze: Das Tempo, dass  der US-Elektroautobauer Tesla bei der Markteroberung vorlegt, bleibt weiter hoch. In Deutschland sorgt dabei ausgerechnet die Deutsche Bahn für die notwendige Power.

Bis 2015 will das Unternehmen weitere Ladesäulen an Autobahnen aufstellen. Vom äußersten Süden bis in den Norden Skandinaviens soll dann eine rein elektrische Fahrt möglich sein, verspricht das Unternehmen. Tesla-Kunden können an den Stationen kostenlos laden. Mit einer Leistung von 135 Kilowatt soll die Batterie des Stromes dabei in 20 Minuten auf die Hälfte der Kapazität geladen werden.

Den Ladestrom bezieht das Unternehmen dabei in Deutschland interessanterweise von der DB Tochter DB Energie, einem der größten Stromproduzenten in Deutschland, erfuhr Stromautomagazin auf Nachfrage bei einer Veranstaltung im Tesla-Store Berlin. Es soll sich um zertifizierten Ökostrom Handel, verspricht Tesla. Wer zuhause lädt kann seine Stromrechnung bis 250 Euro beziehungsweise 10.000 Kilowattstunden vom Autobauer ersetzen lassen. Die Vorraussetzung: Es muss sich um einen Ökostromtarif handeln.

Induktives Laden ist für die Kalifornier aktuell kein Thema. Das Unternehmen setzt ganz auf sein Schnellladenetz. Die Ladesäulen will Tesla dabei auch anderen Autobauern zur Verfügung stellen, sobald deren E-Fahrzeuge mit den Ladeleistungen klar kommen.

Auch beim autonomem Fahren verschwenden die Kalifornier keine Zeit. Die aktuell im Freemont gefertigten Model S haben bereits entsprechende Sensoren und Kameras an Bord. Wer will kann sich seinen Tesla per Autopilot vor die Tür fahren lassen. Mehr ist im Straßenverkehr, zumindest in Deutschland, sowieso nicht erlaubt.

Im kommenden Jahr soll dann der “Volks-Tesla” auf den Markt kommen, zu Preisen auf dem Niveau eines Dreier BMW, also rund 30.000 Euro.

Bei all den Ankündigungen und Erfolgsmeldungen, fragt sich, ob die Glückssträhne des noch jungen Unternehmens irgendwann einmal eine Ende haben wird. Danach sieht es aber im Moment nicht aus. Selbst der Aktienverkauf von Toyota und Mercedes in der vergangenen Woche scheint Tesla nicht viel auszumachen.

Tesla holt zum großen Schlag aus

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Mit seinem Plan für eine Mega-Batteriefabrik sorgte die Elektroautoschmiede Tesla in dieser Woche für Furore. Mit der Milliarden teuren Anlage will das Unternehmen die Batteriekosten um 30 Prozent senken. Der ambitionierte Plan passt zum umtriebigen Firmenchef Elon Musk, der auch Teilhaber eines Unternehmens ist, das Weltraumtransporte ermöglicht.

Ganz so abwegig sind Musks Batterie-Pläne allerdings nicht. Den trotz aller Weltraumvisionen ist der Tesla-Gründer, der seine Millionen noch in der Phase der ersten Internetbooms verdiente, vor allem ein kühl rechnender Unternehmer. Und als solcher weiß er, dass die Wertschöpfung im Elektroauto nicht mehr im Motor, sondern vor allem im Antriebsstrang und in der Batterie liegt. Warum also teuer einkaufen, was sich auch selbst produzieren lässt?

Tesla geht bei den Batterien bisher ohnehin einen anderen Weg als die Konkurrenz. Statt auf eine spezielle Antriebsbatterie für E-Autos zu setzen, verbaut der Hersteller in großem Maßstab sogenannte Consumer-Zellen, also solche die auch in Laptops oder Handys zum Einsatz kommen. Nach eigenen Angaben ist es dem Unternehmen so gelungen, die Kosten pro Kilowattstunde auf 238 US-Dollar zu senken (178 Euro) zu senken.  Damit läge Tesla schon heute weit unter dem Niveau der Konkurrenten. Bis 2020 sollen die Kosten nochmal um 30 Prozent sinken – in der neuen Batteriefabrik.

Aktuell bezieht das Unternehmen aus Kalifornien die Batteriezellen vom japanischen Hersteller Panasonic. Der Hersteller soll sich nun auch an der neuen Batteriefabrik beteiligen. Tesla selbst will rund 1,6 Milliarden US-Dollar einbringen.

Weitere Partner zu finden dürfte nicht schwer sein. Tesla gehört in den USA zu den Börsenstars, die Kurse gehen steil bergauf. Zu den Investoren gehören auch die Autobauer Daimler und Toyota.

Die Aussichten auf dem Batteriemarkt sind rosig. Die Unternehmensberatung AT Kearney geht bereits für das Jahr 2025 von einem weltweiten Umsatz von 100 Milliarden US-Dollar aus.