Mehr Stromer im Februar

Der Markt für Elektroautos hat sich von seinem Einbruch zu Jahresbeginn erholt. Im Februar gelangten laut Kraftfahrtbundesamt insgesamt 751 Stromer neu auf die Straße, dass sind rund 300 mehr als noch im Vormonat. Im Vergleich zum Februar 2015 liegt der Zuwachs bei rund 40 Prozent

Auch die Zahl der Hybridautos stieg deutlich. Im Februar erhielten 3.500 Teilstromer eine Zulassung, rund 700 mehr als noch im Vormonat.

Kaufprämie im Anmarsch

An einer Kaufprämie für Elektroautos kann der Zuwachs im Februar noch nicht liegen. Die soll laut Medienberichten nun nach langen Diskussionen im Sommer kommen und 5.000 Euro betragen. Die Autobauer sollen rund 40 Prozent der Kosten tragen. Auch 15.000 neue Ladepunkte soll es geben.

 

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BMW und Tesla führen bei E-Autos

Der BMWi 3 kommt nach aktuellen Zahlen des Kraftfahrbundesamtes(KBA) auf einen Markanteil bei Elektroautis von knapp 20 Prozent. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 12.636 neue Elektroautos zugelassen, bei 2271 davon handelte es sich um einen i3. Tesla konnte in Deutschland 1582 Exemplare seines Model S absetzen. Der Nissan Leaf kam auf 948 Neuzulassungen.

Da die KBA-Statistik bei den Fahrzeugen keine Einzelausweisung nach Motorisierung macht, läßt sich nicht feststellen, wie viele reine elektrische Smart, Golf oder Up zugelassen wurden. Diese Fahrzeuge werden auch mit herkömmlichen Antrieben angeboten. Es existiert nur die Gesamtzahl der Zulassungen für das jeweilige Modell.

Weniger neue E-Autos im Mai – Regierung will mehr fördern

Zufall oder nicht? Parallel zur Veröffentlichung der Zulassungszahlen für den Mai kündigt die Bundesregierung an, mehr für Elektromobilität zu tun.

Das ist wohl auch nötig, denn nur 574 neu zugelassene Elektroautos im Mai bedeuten einen deutlichen Einbruch, sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Mai 2014.

Langsam ins Rollen kommen dagegen Plug-In-Hybride, die mit 1.054 Neuzulassungen ein deutliches Plus von 97 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneteten. Grund dürfte das gestiegene Modellangebot sein. Ein Teil der Käufer könnte deswegen eher auf einen Plug-In statt auf einen rein Batteriebetrieben Wagen zurückgreifen. Bei den Hybriden lag die Zahl der neu zugelassenen Wagen bei knapp 3.000 und damit leicht über dem Vergleichswert.

Regierung will Milliarden investieren

Wie das Handelsblatt meldet, will die Bundesregierung den lahmenden Absatz von E-Autos mit einem milliardenschweren Förderprogramm ankurbeln. Gewerbliche Nutzer sollen im ersten Jahr die Möglichkeit einer Sonderabschreibung von 50 Prozent erhalten. Mehr Geld soll es zudem für Forschung sowie für die Ladeinfrastruktur geben. Auch beim Thema Wasserstoffautos will sich die Bundesregierung offenbar weiter engagieren. Bis 2020 sollen insgesamt weitere drei Milliarden Euro fließen

Preisbrecher Batterie

Ob das Geld viel bewirkt bleibt fraglich. Das größte Hemniss für die Elektromobilität sind nach wie vor die Kosten für die Antriebsbatterien. Doch hier zeichnet sich nach einer aktuellen Analyse, die das Magazin nature veröffentlicht hat, eine Trendwende ab. Demnach fallen die Preise schneller als erwartet und könnten in knapp zehn Jahren bei 150 US-Dollar pro Kilowattstunde liegen. Dieser Preis gilt als Schallmauer, ab dem Elektroautos mit herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen preislich gleichauf sind.

 

Elektroautos knacken 20.000er Marke

Zum Jahresanfang legt der deutsche Automarkt mit 211.377 neu zugelassenen Fahrzeugen leicht zu. Diesel- und Benzinmodelle haben laut den aktuellen Daten des Kraftfahrtbundesamtes weiterhin einen Anteil von 98 Prozent an allen Neuwagen.

Alternative Fahrzeuge spielen in absoluten Zahlen nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Im Januar gelangten 659 reine Batterieautos neu auf die Straße, rund 300 weniger als im Dezember 2014. Eine deutliches Plus gab es bei den Plug-in Hybriden. Mit 593 neuen Zulassungen verzeichneten sie einen Zuwachs von über 300 Prozent.

Immerhin, ein Blick auf die Zulassungszahlen von Elektroautos der Jahre 2009 bis 2014 zeigt, dass mit dem Jahreswechsel  erstmals die Marke von 20.000 übersprungen wurde (siehe Tabelle). Demnach haben seit dem Jahr 2009 21.040 reine Batteriefahrzeuge in Deutschland eine Zulassung erhalten.

Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland

2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015*
162 541 2150 2956 6051 8522 659

*Zahlen nur für Januar 15, Quelle: Kraftfahrtbundesamt

Auch wenn es in den vergangenen fünf Jahren einen kontinuerlichen Zuwachs bei den E-Autos gab, hinkt das Segment doch den Erwartungen von Politik und Wirtschaft hinterher. In der nationalen Plattform Elektrombobilität hatten beiden Seiten für Ende 2014 bereits eine Zulassungszahl von 100.000 Wagen avisiert, 2020 sollen es bekanntermaßen ja eine Million Fahrzeuge mit reinem Batterieantrieb in Deutschland geben.

 

Tesla spurtet mit Bahnstrom

Eigene Batteriefabrik, Neue Modelle, Schnellladenetze: Das Tempo, dass  der US-Elektroautobauer Tesla bei der Markteroberung vorlegt, bleibt weiter hoch. In Deutschland sorgt dabei ausgerechnet die Deutsche Bahn für die notwendige Power.

Bis 2015 will das Unternehmen weitere Ladesäulen an Autobahnen aufstellen. Vom äußersten Süden bis in den Norden Skandinaviens soll dann eine rein elektrische Fahrt möglich sein, verspricht das Unternehmen. Tesla-Kunden können an den Stationen kostenlos laden. Mit einer Leistung von 135 Kilowatt soll die Batterie des Stromes dabei in 20 Minuten auf die Hälfte der Kapazität geladen werden.

Den Ladestrom bezieht das Unternehmen dabei in Deutschland interessanterweise von der DB Tochter DB Energie, einem der größten Stromproduzenten in Deutschland, erfuhr Stromautomagazin auf Nachfrage bei einer Veranstaltung im Tesla-Store Berlin. Es soll sich um zertifizierten Ökostrom Handel, verspricht Tesla. Wer zuhause lädt kann seine Stromrechnung bis 250 Euro beziehungsweise 10.000 Kilowattstunden vom Autobauer ersetzen lassen. Die Vorraussetzung: Es muss sich um einen Ökostromtarif handeln.

Induktives Laden ist für die Kalifornier aktuell kein Thema. Das Unternehmen setzt ganz auf sein Schnellladenetz. Die Ladesäulen will Tesla dabei auch anderen Autobauern zur Verfügung stellen, sobald deren E-Fahrzeuge mit den Ladeleistungen klar kommen.

Auch beim autonomem Fahren verschwenden die Kalifornier keine Zeit. Die aktuell im Freemont gefertigten Model S haben bereits entsprechende Sensoren und Kameras an Bord. Wer will kann sich seinen Tesla per Autopilot vor die Tür fahren lassen. Mehr ist im Straßenverkehr, zumindest in Deutschland, sowieso nicht erlaubt.

Im kommenden Jahr soll dann der “Volks-Tesla” auf den Markt kommen, zu Preisen auf dem Niveau eines Dreier BMW, also rund 30.000 Euro.

Bei all den Ankündigungen und Erfolgsmeldungen, fragt sich, ob die Glückssträhne des noch jungen Unternehmens irgendwann einmal eine Ende haben wird. Danach sieht es aber im Moment nicht aus. Selbst der Aktienverkauf von Toyota und Mercedes in der vergangenen Woche scheint Tesla nicht viel auszumachen.

Leichtes Plus bei E-Antrieben im August

Im abeglaufenen Monat gelangten nach Angaben des Flensburger Kraftfahrtbundesamtes 515 Elektroautos neu auf die Straße. Im Vergleich zum Juli ein Plus von 18 Prozent. Insgesamt sind damit rund 17.500 reine E-Autos in Deutschland unterwegs.

Auch bei den Hybridwagen stieg die Zahl der Neuzulassungen um 8 Prozent auf  2.400, darunter waren 620 Fahrzeuge mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb.

Gemessen an den insgesamt 213.000 neu zugelassenen Fahrzeugen im August lag der Anteil der alternativen Antriebe bei 0,2 Prozent. Einmal mehr zeigt sich, dass es Elektroautos im Markt schwer haben, gegen Benzin- und Dieselmodelle zu konkurieren. Das von der Bundesregierung geplante Elektromobilitätsgesetz dürfte daran nicht viel ändern.

Die Bundesregierung lehnt nach wie vor eine direkte Kaufprämie für E-Autos ab. Ob diese sinnvoll ist, gilt ohnehin als keinesfalls bewiesen. In Frankreich etwa erhalten Käufer von E-Autos eine Geld-Prämie vom Staat ohne dass dort die Zulassungszahlen signifikant höher liegen. Die französische Regierung überlegt nun sogar, die E-Auto-Prämie auf bis zu 10.000 Euro zu erhöhen.

Sommerloch bei E-Autos

Im Juli ist die Zahl der neuzugelassenen E-Autos deutlich gesunken. Die Regierung will nun per Gesetz für mehr elektromobilen Schwung sorgen.

Laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) gelangten im Juli 597 Elektroautos neu auf die Straße. Im Juni lag die Zahl noch bei 810. Auch die Zahl der neuen Hybridwagen ging gegenüber dem Vormonat leicht zurück. Sie lag laut KBA bei knapp 2200 (Juni: 2550).

Insgesamt sind damit in Deutschland rund 17.000 reine Elektroautos unterwegs. Die Zahl der Hybridwagen liegt bei 101.000.

Bis 2017 will die Bundesregierung 500.000 reine E-Autos auf deutschen Straßen sehen, 2020 dann bereits eine Million. Angesichts der aktuellen Entwicklung ein mehr als ambitioniertes Ziel.

Elektromobilität per Gesetz

Helfen soll nun ein neues Elektromobilitätsgesetz, das Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) nach der Sommerpause auf den Weg bringen wollen.

Direkte Kaufprämien sieht das Gesetz nicht vor. Das Fahren von Elektroautos soll dadurch attraktiver werden, dass die Halter besondere Parkplätze nutzen und auf Busspuren fahren dürfen. Allerderdings gibt es einen Haken: Die Entscheidung darüber, ob Busspuren oder Parkplätze  für E-Autos freigegeben werden, soll bei den Kommunen liegen. Ob diese flächendeckend der Empfehlung des Gesetzes folgen ist fraglich.

Klar ist dagegen, dass E-Autos künftig eine besonderes Nummerschild bekommen sollen.