Sorgt Kaufprämie für Zulassungsflaute?

Noch ist die Kaufprämie für Elektroautos von der Bundesregierung nicht final beschlossen. Eine erste Auswirkung scheint sie aber bereits zu haben: Die Zahl der Neuzulassungen bei Elektroautos ist im April um fast 50 Prozent zurückgegangen. Gelangten im März noch 1.104 Batteriewagen neu auf die Straße, waren es im April laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) nur noch 604. Sehr wahrscheinlich, dass sich potentielle Käufer von E-Mobilen nun erstmal zurückhalten, in der Hoffnung später die Prämie einstreichen zu können.

Bei den Hybriden fiel das Minus nicht ganz so stark aus. Die Zahl der Neuzulassungen fiel um rund 300 auf 3.726. Insgesamt registrierte das KBA im abgelaufenden Monat 315.000 neu zugelassene Fahrzeuge, etwas weniger als noch im März.

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Nachfrage nach E-Mobilen leicht rückläufig

Wie üblich hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) zu Monatsbeginn neue Zulassungszahlen veröffentlicht. Demnach wurden im März rund 320.000 neue Fahrzeuge zugelassen, 1104 davon hat einen reinen Stromantrieb. Im Vergleich zum März 2015 entspricht dies laut KBA einem Rückgang von 13,6 Prozent.

Zulegen konnten Plug-in-Hybride: Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Zulassungen der Teilstromer um 45,6 Prozent, das entspricht 1290 Fahrzeugen. Auch “normale” Hybride erfreuten sich steigender Nachfrage. Mit 4045 Neuzulassungen legten sie um 28 Prozent zu.

 

Korrektur: Zoe bei Stromern vorn

Nach einer Statistik des Kraftfahrtbundesamtes lag der der Renault Zoe – und nicht der BMW i3 wie gestern an dieser Stelle berichtet – mit 201 Neuzulassungen an der Spitze der E-Auto-Charts von Februar. Der Stromer aus München folgte mit 171 neuen Wagen auf Platz 2, knapp dahinter folgt der Nissan Leaf mit 161 Neuzulassungen. Tesla kam mit dem Model S auf 91 Verkäufe.

Angesichts der nach wie vor niedrigen Zahlen forderte der Chef der Nationalen Plattform Elektromobilität, Henning Kagermann, am Wochenende erneut Kaufprämien für Elektroautos. Norwegen, Europas Stromerland Nummer eins, überlegt derweil eine noch drastischere Maßnahmen: Ein Plan sieht ein Verbot für alle Benzin- und Dieselfahrzeuge ab 2025 vor, bei Neuzulassungen.

Mehr Stromer im Februar

Der Markt für Elektroautos hat sich von seinem Einbruch zu Jahresbeginn erholt. Im Februar gelangten laut Kraftfahrtbundesamt insgesamt 751 Stromer neu auf die Straße, dass sind rund 300 mehr als noch im Vormonat. Im Vergleich zum Februar 2015 liegt der Zuwachs bei rund 40 Prozent

Auch die Zahl der Hybridautos stieg deutlich. Im Februar erhielten 3.500 Teilstromer eine Zulassung, rund 700 mehr als noch im Vormonat.

Kaufprämie im Anmarsch

An einer Kaufprämie für Elektroautos kann der Zuwachs im Februar noch nicht liegen. Die soll laut Medienberichten nun nach langen Diskussionen im Sommer kommen und 5.000 Euro betragen. Die Autobauer sollen rund 40 Prozent der Kosten tragen. Auch 15.000 neue Ladepunkte soll es geben.

 

BMW und Tesla führen bei E-Autos

Der BMWi 3 kommt nach aktuellen Zahlen des Kraftfahrbundesamtes(KBA) auf einen Markanteil bei Elektroautis von knapp 20 Prozent. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 12.636 neue Elektroautos zugelassen, bei 2271 davon handelte es sich um einen i3. Tesla konnte in Deutschland 1582 Exemplare seines Model S absetzen. Der Nissan Leaf kam auf 948 Neuzulassungen.

Da die KBA-Statistik bei den Fahrzeugen keine Einzelausweisung nach Motorisierung macht, läßt sich nicht feststellen, wie viele reine elektrische Smart, Golf oder Up zugelassen wurden. Diese Fahrzeuge werden auch mit herkömmlichen Antrieben angeboten. Es existiert nur die Gesamtzahl der Zulassungen für das jeweilige Modell.

Fast 2.000 neue Stromer im Dezember?

Es wäre ein neuer Rekord. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) veröffentlichte heute Zulassungszahlen für 2015. Demnach gelangten im vergangenen Jahr insgesamt 12.363 reine Elektroautos neu auf die Straße. Bis Ende Ende November waren es laut den Zahlen der Behörde 10.443. Unterm Strich entspricht dies einem Zuwachs im Dezember von 1.920 E-Fahrzeugen – soviel wie noch nie in einem einzelnen Monat.

Auch im Jahresvergleich zeigt sich ein Zuwachs. 2014 wurden insgesamt 8.500 reine Batteriewagen neu zugelassen. Die Zahl der 2015 neu zugelassenen Hybridautos gab das KBA mit 33.630 an. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es etwas mehr als 27.000.

Förderprogramm geplant

Euphorie ist allerdings verfrüht. Der Marktanteil alternativer Antriebe, also E-Autos, Hybride und solche mit Erd- oder Flüssiggasantrieb liegt immer noch bei bescheidenen 1,7 Prozent. Insgesamt liegt die Zahl der Fahrzeuge mit reinem E-Antrieb auf deutschen Straßen nun bei 31.000. Weil dies nach wie vor weit hinter den von der Bundesregierung einst proklamierten Zielen für die Elektromobilität liegt, soll nun offenbar ein Förderprogramm für mehr Lust aufs Stromern sorgen.

 

Weniger neue E-Autos im Mai – Regierung will mehr fördern

Zufall oder nicht? Parallel zur Veröffentlichung der Zulassungszahlen für den Mai kündigt die Bundesregierung an, mehr für Elektromobilität zu tun.

Das ist wohl auch nötig, denn nur 574 neu zugelassene Elektroautos im Mai bedeuten einen deutlichen Einbruch, sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Mai 2014.

Langsam ins Rollen kommen dagegen Plug-In-Hybride, die mit 1.054 Neuzulassungen ein deutliches Plus von 97 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneteten. Grund dürfte das gestiegene Modellangebot sein. Ein Teil der Käufer könnte deswegen eher auf einen Plug-In statt auf einen rein Batteriebetrieben Wagen zurückgreifen. Bei den Hybriden lag die Zahl der neu zugelassenen Wagen bei knapp 3.000 und damit leicht über dem Vergleichswert.

Regierung will Milliarden investieren

Wie das Handelsblatt meldet, will die Bundesregierung den lahmenden Absatz von E-Autos mit einem milliardenschweren Förderprogramm ankurbeln. Gewerbliche Nutzer sollen im ersten Jahr die Möglichkeit einer Sonderabschreibung von 50 Prozent erhalten. Mehr Geld soll es zudem für Forschung sowie für die Ladeinfrastruktur geben. Auch beim Thema Wasserstoffautos will sich die Bundesregierung offenbar weiter engagieren. Bis 2020 sollen insgesamt weitere drei Milliarden Euro fließen

Preisbrecher Batterie

Ob das Geld viel bewirkt bleibt fraglich. Das größte Hemniss für die Elektromobilität sind nach wie vor die Kosten für die Antriebsbatterien. Doch hier zeichnet sich nach einer aktuellen Analyse, die das Magazin nature veröffentlicht hat, eine Trendwende ab. Demnach fallen die Preise schneller als erwartet und könnten in knapp zehn Jahren bei 150 US-Dollar pro Kilowattstunde liegen. Dieser Preis gilt als Schallmauer, ab dem Elektroautos mit herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen preislich gleichauf sind.