Tesla spurtet mit Bahnstrom

Eigene Batteriefabrik, Neue Modelle, Schnellladenetze: Das Tempo, dass  der US-Elektroautobauer Tesla bei der Markteroberung vorlegt, bleibt weiter hoch. In Deutschland sorgt dabei ausgerechnet die Deutsche Bahn für die notwendige Power.

Bis 2015 will das Unternehmen weitere Ladesäulen an Autobahnen aufstellen. Vom äußersten Süden bis in den Norden Skandinaviens soll dann eine rein elektrische Fahrt möglich sein, verspricht das Unternehmen. Tesla-Kunden können an den Stationen kostenlos laden. Mit einer Leistung von 135 Kilowatt soll die Batterie des Stromes dabei in 20 Minuten auf die Hälfte der Kapazität geladen werden.

Den Ladestrom bezieht das Unternehmen dabei in Deutschland interessanterweise von der DB Tochter DB Energie, einem der größten Stromproduzenten in Deutschland, erfuhr Stromautomagazin auf Nachfrage bei einer Veranstaltung im Tesla-Store Berlin. Es soll sich um zertifizierten Ökostrom Handel, verspricht Tesla. Wer zuhause lädt kann seine Stromrechnung bis 250 Euro beziehungsweise 10.000 Kilowattstunden vom Autobauer ersetzen lassen. Die Vorraussetzung: Es muss sich um einen Ökostromtarif handeln.

Induktives Laden ist für die Kalifornier aktuell kein Thema. Das Unternehmen setzt ganz auf sein Schnellladenetz. Die Ladesäulen will Tesla dabei auch anderen Autobauern zur Verfügung stellen, sobald deren E-Fahrzeuge mit den Ladeleistungen klar kommen.

Auch beim autonomem Fahren verschwenden die Kalifornier keine Zeit. Die aktuell im Freemont gefertigten Model S haben bereits entsprechende Sensoren und Kameras an Bord. Wer will kann sich seinen Tesla per Autopilot vor die Tür fahren lassen. Mehr ist im Straßenverkehr, zumindest in Deutschland, sowieso nicht erlaubt.

Im kommenden Jahr soll dann der “Volks-Tesla” auf den Markt kommen, zu Preisen auf dem Niveau eines Dreier BMW, also rund 30.000 Euro.

Bei all den Ankündigungen und Erfolgsmeldungen, fragt sich, ob die Glückssträhne des noch jungen Unternehmens irgendwann einmal eine Ende haben wird. Danach sieht es aber im Moment nicht aus. Selbst der Aktienverkauf von Toyota und Mercedes in der vergangenen Woche scheint Tesla nicht viel auszumachen.

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