Das Stromautogesetz

Die Bundesregierung will den schleppenden Absatz von Elektroautos mit einem neuen Gesetz ankurbeln. Bundesumweltministerium und Bundesverkehrsministerium brachten nun einen entsprechenden Entwurf auf denWeg ( hier zum Download).

Wie bereits an dieser Stelle berichtet, setzt das Gesetz vor allem darauf, die Attraktivität von E-Autos und Plug-In-Hybriden durch Sonderparkflächen sowie die Möglichkeit, Busspuren zu benutzen, zu steigern. Um E-Autos von herkömmlichen Wagen besser zu unterscheiden, wird es in Zukunft ein neues Nummerschild für Stromer geben.

Ein Großteil des Gesetzentwurfes beschäftigt sich daher mit der Frage, welcher Aufwand für Ämter und Halter durch das neue E-Nummernschild anfällt. Die Inititaoren geben sich optimisch: Sie planen eine Kapazität von 140.000 Schildern pro Jahr. Das ist gut 20 Mal als die Anzahl der Neuzulassungen von reinen E-Autos im vergangenen Jahr.

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Sommerloch bei E-Autos

Im Juli ist die Zahl der neuzugelassenen E-Autos deutlich gesunken. Die Regierung will nun per Gesetz für mehr elektromobilen Schwung sorgen.

Laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) gelangten im Juli 597 Elektroautos neu auf die Straße. Im Juni lag die Zahl noch bei 810. Auch die Zahl der neuen Hybridwagen ging gegenüber dem Vormonat leicht zurück. Sie lag laut KBA bei knapp 2200 (Juni: 2550).

Insgesamt sind damit in Deutschland rund 17.000 reine Elektroautos unterwegs. Die Zahl der Hybridwagen liegt bei 101.000.

Bis 2017 will die Bundesregierung 500.000 reine E-Autos auf deutschen Straßen sehen, 2020 dann bereits eine Million. Angesichts der aktuellen Entwicklung ein mehr als ambitioniertes Ziel.

Elektromobilität per Gesetz

Helfen soll nun ein neues Elektromobilitätsgesetz, das Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) nach der Sommerpause auf den Weg bringen wollen.

Direkte Kaufprämien sieht das Gesetz nicht vor. Das Fahren von Elektroautos soll dadurch attraktiver werden, dass die Halter besondere Parkplätze nutzen und auf Busspuren fahren dürfen. Allerderdings gibt es einen Haken: Die Entscheidung darüber, ob Busspuren oder Parkplätze  für E-Autos freigegeben werden, soll bei den Kommunen liegen. Ob diese flächendeckend der Empfehlung des Gesetzes folgen ist fraglich.

Klar ist dagegen, dass E-Autos künftig eine besonderes Nummerschild bekommen sollen.