Wasserstoff geben

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Als erster Hersteller will Toyota im kommenden Jahr in einer größeren Serie ein Wasserstoffauto auf den Markt bringen. Der Wagen soll Platz für vier Passagiere bieten und voll alltagstauglich sein, verspricht der Autobauer. Stolzer Preis: 80.000 Euro.

Bis zum Marktdurchbruch der Brennstoffzellenautos dürften angesichts des hohen Preises noch einige Jahre vergehen. Die Hersteller kommen erst langsam in Gang, nachdem sie das Thema Wasserstoff jahrelang vor sich hergeschoben beziehungsweise verschoben haben. Mit den sich verschärfenden Abgasnormen in Europa, aber auf wichtigen Märkten wie Kalifornien oder China, steigt nun der Druck.

Die Technik an sich ist weitgehend ausgereift. In einer Testflotte mit Fahrzeugen von Daimler, GM und Toyota sind bereits seit mehr als zehn Jahren Wasserstoffautos in Berlin und anderen deutschen Städten unterwegs.

Doch Marktstarts wurden immer wieder vertagt. Zuletzt zog Daimler seine für dieses Jahr geplante B-Klasse mit Wasserstoffantrieb zurück. Der Grund: Wegen der hohen Kosten sah der Hersteller keine Möglichkeit, den Wagen an den Kunden zu bringen.

Energiespeicher

Im Verbund mit Ford und GM will der Konzern nun über höhere Stückzahlen bei den Brennstoffzellen die Preise senken. Neuer Termin ist nun 2017. Toyota hat damit einen kleinen Vorsprung.  Bereits im vergangenen Jahr hatte das südkoreanische Unternehmen Hyundai einen Wasserstoffwagen in einer Kleinserie von rund 1.000 Stück auf den Markt gebracht. Der ix35 Fuel Cell ist aber nur als Leasingfahrzeug zu haben.

Noch hapert es zudem an der Infrastruktur. Aktuell gibt es rund 15 Wasserstofftankstellen in Deutschland. In den kommen Jahren soll die Zahl auf 50 ansteigen, damit zumindest auf zentralen Routen eine Tankmöglichkeit gewährleistet ist. Den Ausbau finanzieren Unternehmen wie Daimler, Total und Linde gemeinsam mit der Bundesregierung.

Erklärter Wille ist es, den Wasserstoff aus regenerativen Quellen, vor allem aus der Elektrolyse mit Windstrom, herzustellen. Der grüne Strom wird dabei genutzt um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Pilotanlagen stehen unter anderem in Brandenburg und Hamburg.  Bei der Umwandlung gehen allerdings rund 30 Prozent der ursprünglichen Energie verloren.

Deshalb wird ausschließlich Strom verwandt, der vom Stromnetz nicht mehr aufgenommen und sonst nicht genutzt werden kann.  Auf diese Weise könnte der Wasserstoff als Speicher eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen.  Die soll auch dieses Video der Clean Energy Partnership, in der unter anderem EnBW, Daimler, Total und Linde zusammengeschlossen sind, zeigen.

Foto: CEP

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